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Lassen Sie sich verführen: Grandiose Sonnenuntergänge, türkisblaue Badebuchten, aufregende Radtouren durch Bangkok oder feurige Tom Yam Gung-Suppe. Das sind nur einige Highlights Asiens, die uns mms2000 über seinen Lieblingskontinent verrät.
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Die außergewöhnlichen Perspektiven Deiner Bilder stechen sofort ins Auge – Grund genug für uns, Dich zum Mitglied des Monats zu ernennen. Du hast wirklich einen guten Blick! Wie kamst Du denn zum Fotografieren?
Während meines sechsmonatigen Praktikums in Bangkok (Thailand) nutzte ich beinahe alle Wochenenden zum Reisen – um Asien kennen zu lernen. In dieser Zeit sah ich so vieles, was mir bisher unbekannt war: Eine beinahe "unrealistisch" schöne Natur und Kultur. Diese Momente musste ich einfach mit meiner Kamera festhalten, sonst hätte ich sie aufgrund der Masse gar nicht mehr mit nach Hause nehmen können. Ungefähr 11.000 Fotos sind in diesen 6 Monaten entstanden. 11.000 Versuche, ein Motiv genau so zu wählen, dass es nicht nur zeigt, was man sieht, sondern auch wiedergibt, was man fühlt – die momentane Stimmung. So verbesserte ich meine Technik von Bild zu Bild.
Fotografieren kann man erlernen; Den Drang nach dem Fotografieren hat man oder man hat ihn nicht. Ich habe dies wohl von meinem Vater geerbt, der – zu meinem Glück – schon damals beinahe meine gesamte Kindheit in Ton und Bild festgehalten hatte.
Du hast Deine "Fotophilie" also schon mit in die Wiege gelegt bekommen. Trotzdem schreibst Du in Deinem Profil, dass Dein Urlaub gelungen ist, auch wenn einige Ereignisse nicht per Foto festzuhalten waren. Verrätst Du uns eines dieser Erlebnisse?
Zum Abschluss meiner Asienreise besuchte ich ich, gemeinsam mit meinem Vater, die chinesische Mauer. Beim ersten Mal erwischten wir eine "Butterfahrt": Anstatt den Großteil des Tages an der Mauer zu verbringen schleuste man uns durch irgendwelche Shops und für die Mauer blieben uns dann circa 45 Minuten. Am darauf folgenden Tag besuchten wir dann die Mauer erneut. Diesmal privat und zwar morgens um sechs Uhr zum Sonnenaufgang. Wir waren die ersten und einzigen Touristen um diese Uhrzeit. Für ein Stunde gehörte uns die Mauer allein. Und wenn man dann dort oben steht, die Nebelschwaden ziehen noch durch das Tal und die Sonne beginnt die Mauer in ein gelbes Licht zu tauchen … dieses "Gefühl", die chinesische Mauer erleben zu dürfen, eines der großen Weltwunder, das kann man einfach nicht in einem Foto festhalten. Wenn man so etwas auf seiner Reise erlebt, dann ist es für mich eine gelungene Reise!
Außerdem kann man in Deinem Profil lesen, dass Du es am liebsten magst, wenn andere Leute Dich auf Deinen Reisen begleiten. Wie verreist Du denn - mit Einzelpersonen oder in einer größeren Gruppe?
Meine vielen Touren in Asien habe ich immer mit Einzelpersonen bzw. maximal vier Personen geplant. Wenn man weiß, dass man nur von Freitag Nachmittag bis Montag Morgen Zeit hat, um von Bangkok nach Tokio zu kommen und wieder zurück und dazwischen noch eine Millionen-Metropole erobern will, dann tut man gut daran, wenn man maximal zu viert ist. Die Zeit war einfach zu kostbar, um sie für zu viel Koordinationsbedarf zu opfern. Zudem konnte ich dort viele Momente besser zu zweit genießen, als in einer großen Gruppe.
Du bist auf Deinen Reisen ja schon weit herumgekommen. Wo hat es Dir am besten gefallen?
Als leidenschaftlicher Skifahrer brauche ich eigentlich nur Schnee und eine Piste, dann bin ich glücklich. Aber wenn ich diese Frage auf meine letzten großen Reisen beziehe, dann gewinnen die 1000 Islands (Lake Ontario) in Kanada; der Bryce Canyon schlägt knapp den Lake Powell im Rennen um den ersten Platz in den USA; und der Strand der kleinen thailändischen Insel Koh Hong (Region Krabi) führt mit Abstand mein Ranking der schönsten Strände an.
Würdest Du dort auch leben wollen? Oder gibt es einen anderen Ort, an dem Du zum Beispiel gerne einen Zweitwohnsitz hättest?
Die Plätze, die ich in Asien fantastisch fand, sind manchmal wohl zu exotisch, um dort zu leben. Auf meinen Städtetouren lernte ich allerdings auch Tokio und Singapur kennen: Hier könnte ich mir sehr wohl vorstellen, im Rahmen eines beruflich bedingten Auslandsaufenthalts, zwei bis vier Jahre zu leben.
Hast Du dort einen persönlichen Geheimtipp?
Mein Geheimtipp heißt eigentlich Asien, weil ich ein ganz großer Fan von diesem Kontinent geworden bin. Spezifischer gesehen ist aber zum Beispiel die Insel Koh Hong ein solcher Geheimtipp. Am Strand von Ao Nang findet man leicht einen Bootsbesitzer, der einen dort hinfährt. In ein solches Boot passen sechs bis acht Personen und es lohnt sich, eine solche Tour privat und flexibel zu gestalten.
Wer nach Singapur reist, sollte einen Cocktail bei Sonnenuntergang im Café del Mar auf Sentosa Island unbedingt liegend auf einem der weißen "Strandbetten" genießen.
Und allen USA-Reisenden, die den Bryce Canyon besuchen wollen, kann ich die "Bryce Canyon Lodge" nur wärmstens empfehlen. Sie liegt mitten im Bryce Nationalpark und vermittelt einem die ideale Atmosphäre beim Besuch dieses Canyons.
Zuletzt möchte ich als "heißesten" Tipp eine Radtour durch Bangkok, seine Slums und Wälder empfehlen. Es hört sich eigenartig an, aber es ist fantastisch. Innerhalb von sechs Stunden lernt man eine Seite von Bangkok kennen, die man nie erwartet hätte. Nähere Informationen hierzu findet man unter bangkokbiking.com!
Du hast in Deinem Profil angegeben, dass Du gerne kochst.
Wie sieht’s mit dem asiatischen Essen aus? Hast Du ein spezielles Lieblingsgericht?
Tom Yam Gung – wer diese Suppe in einem typisch Thailändischen Restaurant bestellt und mit dem originalen Schärfegrad ißt, wie sie unter Thailändern gegessen wird, der hat meinen vollen Respekt. Ich brauchte sechs Monaten, um dieser Schärfe gewachsen zu sein. Diese Suppe ist eine feurige Garnelen-Suppe mit dem herrlichen Beigeschmack von Zitronengras und Chili. Köstlich!
Lecker, da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen! Und wenn Du selber in der Küche stehst, was gelingt Dir besonders gut?
Wie würde es wohl ein Kellner in einem feinen Restaurant ausdrücken?
"Feines Roastbeef unter einer Rucola-Decke mit Kirschtomaten an Balsamico und Parmesanraspel"
Was treibst Du sonst noch in Deiner Freizeit?
Sollte ich meine Freizeit nicht so zusammengerafft haben, dass ein Urlaub daraus wird, dann versuche ich mich durch regelmäßigen Sport fit zu halten. Die Kunst kommt bei mir auch nicht zu kurz: Sehr gern versuche ich mich immer wieder an Leinwandmalerei mit Acrylfarben. Hier male ich momentan sogenannte Lounge-Bilder.
Bei so vielen Hobbys benötigt man ja ab und zu auch eine Auszeit. Wie kannst Du Dich dann am besten entspannen?
Man nehme die CD "Ithaka" von Christina Pegoraro (Klavierstücke), einen australischen Shiraz (Rotwein), spanische Oliven und einen frisch geschnittenen Serrano Schinken … Wenn dann noch die richtige Person neben mir sitzt, dann bin ich entspannt.
Vielen Dank mms2000 für das Interview!
Mitglied des Monats Dezember: cöci
Jeder Fotograf freut sich über die Sonne - cöci jedoch liebt sie regelrecht! Von ihren Reisen in die sonnigsten Gebiete der Erde hat sie wirklich brillante Bilder mitgebracht.
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